Naturblog

Bunt und schlau: Die Blaumeise

Die Blaumeise ist die bunteste unserer Meisen und sogar der einzige blau-gelbe Vogel Europas. Sie ist auch in unseren Gärten zu Gast, sobald dort ein paar ältere Bäume stehen. In unseren Gärten suchen Blaumeisen auch gerne in Stängeln vorjähriger Stauden. Wer naturnah gärtnert, sollte darum nach der Blüte nicht gleich alles entfernen.

Titelbild: Man erkennt sie sofort am blauen «Käppi»: die Blaumeise. (Foto: Andi Meier)

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Sie ruht selten, meist ist sie in Bewegung. (Foto: Andi Meier)

Blaumeisen sind sehr lebhaft. Ständig in Bewegung, hangeln sie oftmals kopfunter selbst an dünnen Zweigen. Meisenknödel sind daher für sie besonders ergiebig, weil sie hier von allen Seiten die Samen erreichen.

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Sie turnt gern herum und mag Insekten. (Foto: Andi Meier)

Blaumeisen sind Allesfresser. Da Insekten im Winter kaum zu finden sind, weichen sie häufig in Schilfflächen aus, wo sie sich von überwinternden Insektenlarven und Puppen ernähren. Blaumeisen turnen auch oft in Birken und Erlen herum, um sich die Samen aus den Fruchtständen zu angeln.

Aber auch sonst sind sie erfinderisch: Um Sonnenblumenkerne zu öffnen, klemmen sie diese geschickt unter ihren Füssen fest. In England haben sie sogar gelernt, Aluminiumdeckel von Milchflaschen zu öffnen, um an den Rahm zu gelangen.

Blaumeise und Kohlmeise – wo ist der Unterschied?

Nicht verwechseln sollte man die Blaumeise mit der Kohlmeise. Nehmen wir die beiden einmal genauer unter die Lupe: Was sind ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede? Die Blaumeise ist kleiner als ein Spatz und wiegt nur wenig mehr als 10 Gramm. Die Kohlmeise hingegen wiegt bis doppelt so viel. Sie ist damit die größte Meisenart in Europa und kann auch viel lauter singen als die Blaumeise. Beide Meisen sind Höhlenbrüter. Natürliche Nisthöhlen, wie ausgehöhlte Baumstämme, sind in der Stadt oft schwer zu finden. Deshalb nutzen sie zum Brüten gerne Meisenkästen, die ihr im Garten aufhängt.

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Bitte nicht verwechseln: Das ist eine Kohlmeise!

Eigentlich sind beide Vogelarten Insektenfresser. Im Herbst und Winter aber, wenn die Insekten sich rar machen, ernähren sich die Vögel auch gerne von Samen, Nüssen und Beeren. Deshalb müssen sie im Winter nicht in den warmen Süden fliegen, wo es mehr Insektennahrung gäbe.

Also: An ihrer Farbe und Grösse kannst du die beiden Meisenarten gut unterscheiden, in vielen Dingen sind sie sich aber sehr ähnlich. Im Garten kannst du sie nebeneinander ansiedeln, wenn du mehrere Meisenkästen mit verschieden grossen Einfluglöchern aufhängst.

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Eine echte Schöhnheit: die Blaumeise mit ihrem wunderschönen gelben Bauch. (Foto: Andi Meier)

Wenn du Meisen beobachten möchtest, kannst du zum Beispiel im Sommer ein Vogelbad aufstellen.

Möchtest du noch mehr über die Vögel in Münchenstein wissen? Hier erfährst du, welche von ihnen man 2018 beobachen konnte.

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