Lebensräume

Grube Blinden

Die Grube Blinden ist ein ehemaliger Steinbruch im Naturschutzgebiet Blinden-Gipfli. Nach 1980 wurde der Steinbruch als Ablagerungsstätte für Aushubmaterial sowie bis 2010 als Kompostanlage verwendet. Trotzdem ist nach Ende der Nutzung in der Grube Blinden auf kleinstem Gebiet eine Vielfalt an Lebensräumen natürlich entstanden. Die Felswände sind ideal für Pflanzen, die magere und trockene Standorte benötigen. Eine Felswand in dieser Dimension und an solcher Lage ist sehr wertvoll für Reptilien und Vögel, es brütet zum Beispiel seit Jahren ein Kolkrabenpaar in der Wand. In den Höhlen der Felswände haben Füchse ein Zuhause gefunden. In der Grube befinden sich Weiher, die von Amphibien als Lebensraum und Laichgewässer genutzt werden. Aufgrund ihrer Grösse, der Vielfalt an Lebensräumen und der Lage nahe am Siedlungsgebiet gilt diese Grube als wertvoller Standort.

2015 wurde Grube Blinden ökologisch aufgewertet. Unterschiedliche Lebensräume sollen die Artenvielfalt erhöhen. So wurden beispielsweise neue Weiher angelegt, welche trocken fallen dürfen. Viele wärmeliebende Tierarten finden nun optimale Bedingungen: Reptilien wie Eidechsen, Blindschleichen und Ringelnattern, aber auch Tagfalter und Vogelarten wie der Distelfink und der Hänfling. Die Weiher können von Fröschen, Kröten, Molchen und Libellen bewohnt werden. Damit eine natürliche Sukzession stattfinden kann, werden die neuen Standorte zurückhaltend gepflegt. Jedoch werden Neophyten regelmässig entfernt. Grosse Bereiche der Grube sollen einzig der Natur vorbehalten bleiben. Besucher sind gebeten, die Grube mit dem notwendigen Respekt für Tiere und Pflanzen zu betreten.

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