nvvm.ch https://www.nvvm.ch/lebensraum/ Fri, 19 Jun 2026 04:28:20 +0000 de-DE hourly 1 Vogelhölzli https://www.nvvm.ch/lebensraum/vogelhoelzli/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/vogelhoelzli/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:55:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/vogelhoelzli/ Weiterlesen

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Die Birs wurde auf dem Abschnitt «Vogelhölzli» (Neuewelt bis Schänzli) über mehrere Jahre revitalisiert. Im Gegensatz zu früher liegt der Weg neu an der Böschungsoberkante. Die Beobachtungskanzel mit der Infotafel bietet einen Blick zum rechten Ufer auf das Vogelreservat "Vogelhölzli". Dieses Vogelschutzgebiet bleibt auch weiterhin für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Das Vogelhölzli ist seit Jahrzehnten ein ungestörter Lebensraum für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Schwanzmeisen und Mäusebussarde ziehen hier ihre Jungen auf und der Mittelspecht stochert in den toten Baumstämmen nach Insekten. Der Zaunkönig baut im dichten Bewuchs ungestört sein Nest.

Der Wald, die Abbruchkante des Ufers und die Birs garantieren das Überleben der Tiere beim Vogelhölzli. Der Eisvogel gräbt am Steilufer eine Röhre mit einer Nistkammer für seine Jungen. Die Wasseramsel findet in den störungsarmen Wasserbereichen Insektenlarven, Wasserkäfer und Flohkrebse, um sich den Magen zu füllen.

Der Tierschutz beider Basel pachtet das 2.5 Hektaren grosse Schutzgebiet seit 1933 vom Kanton Basel- Landschaft und betreut es. Einst beherbergte das Vogelhölzli Stammgäste wie Feldhase, Nachtigall oder den Pirol. Diese Bewohner sind mit dem Bau der angrenzenden Autobahn 1982 verschwunden und das Vogelhölzli schrumpfte auf einen Drittel seiner ursprünglichen Fläche.

Seit der Revitalisierung 2014 wechseln sich in der Birs ruhige Abschnitte und rauschende Strömungen ab. Innert kurzer Zeit ist der Uferabschnitt ein attraktiver Lebensraum für viele Vögel geworden. Auch dem Eisvogel scheinen die neuen Steilwände zu gefallen und die neugestalteten Buchten bieten Fischchen guten Schutz vor der starken Strömung.

Zunehmende Freizeitnutzung macht den Tieren dort aber zu schaffen. Die Infotafel beim Vogelhölzli ruft deshalb dazu auf, Rücksicht zu nehmen und den Tieren ihre Ruhe zu gönnen. Wer sein Interesse an der Natur mit dem Beobachten aus der Ferne stillt, wird mit der Freude über die Vielfalt im Vogelhölzli belohnt.

Hier kannst du die Infotafel Vogelhölzli herunterladen.

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Böschung Heiligholz https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-heiligholz/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-heiligholz/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:53:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-heiligholz/ Weiterlesen

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Die Böschung Heiligholz ist von ausserordentlichem Naturwert. Einst mit Brombeeren dicht überwachsen, entsteht nun auch ober­halb des Wegs eine magere, blumenreiche und von Büschen gesäumte Wiese.

Viele Pflanzen-Arten finden hier einen Lebensraum: Das Acker-Hornkraut (Cerastium arvense), der Aufrechte Ziest (Stachys recta), das Frühlings-Fingerkraut (Potentil­la neumanniana) und als Seltenheiten die für trockenwarme Standorte typischen Hügel-Erdbeere (Fragaria viridis) und Kümmel-Haarstrang (Peucedanum carvifolia).

Der Haarstrang ist in der Schweiz selten. In der Region Basel kommt er ausser an der Böschung Heiligholz nur noch in der Reinacher Heide, im Birstal in Aesch sowie auf dem Gem­penplateau vor. Auf dem Hornkraut lebt ein kleiner Schmet­terling (Hornkraut-Tageulchen), der sich ausschliesslich von dieser Pflanze ernährt. Auch Tierarten, wie die Feldgrille (Gryllus campestris) fühlen sich hier wohl. Die neue entste­hende Böschung soll den eingeengten Lebensraum dieser Spezialisten langfristig wieder vergrössern.

Böschungen sind gleichzeitig Lebensraum und dienen der Vernetzung der letzten naturnahen Lebensrauminseln in unserer intensiv genutzten Landschaft. In vielen Gebieten können sich seltene Tiere und Pflanzen nur noch in solchen Refugien halten.

Das Aufwertungsprojekt wird finanziert von «Blühende Borde fürs Baselbiet», eine Aktion der Pro Natura Baselland. Es wird unterstützt von der Bürgergemeinde Münchenstein, vom Werkhof Münchenstein sowie vom Natur- und Vogel­schutzverein Münchenstein (NVVM).

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Transformatorenturm Hofmatt https://www.nvvm.ch/lebensraum/transformatorenturm-hofmatt/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/transformatorenturm-hofmatt/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:40:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/transformatorenturm-hofmatt/ Weiterlesen

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Der Transformatorenturm bei der Hofmatt war lange Jahre international bekannt als Fledermaus-Forschungsstation. Dort wurden 1985 junge Grosse Abendsegler freigelassen, die in der Folge wild lebende Artgenossen zum Quartier führten. So wurden ungewöhnliche Beobachtungen aus nächster Nähe möglich. Jürgen Gebhard forschte im Dachstock des Turms viele Jahre lang und zeichnete mit einer Infrarot-Videokamera das Verhalten der Tiere auf. Seine sensationellen Forschungsergebnisse wurden in der Fachwelt international anerkannt. 1998 würdigten die Universitäten von Basel und Erlangen-Nürnberg Gebhards „bahnbrechende Verhaltensstudien“ jeweils mit einem Doktortitel ehrenhalber. Heute wird im Transformatorenturm keine Fledermausforschung mehr durchgeführt. Er ist aber immer noch ein wichtiger Unterschlupf für Vögel und kleine Säugetiere.

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Obstgarten Hofmatt https://www.nvvm.ch/lebensraum/obstgarten-hofmatt/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/obstgarten-hofmatt/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:38:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/obstgarten-hofmatt/ Weiterlesen

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Die alten Hochstamm-Bestände im Obstgarten Hofmatt werden vom NVVM gepflegt. Auch einen kleinen Teich hat der NVVM dort angelegt. Es werden Sichtungen von Mittelspecht und Gartenrotschwanz berichtet. Hochstamm-Obstgärten sind Oasen der Artenvielfalt: Vögel, Fledermäuse, Schläfer, Igel, Spinnen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Käfer und und andere Insekten finden hier ein Zuhause. Rund 40 Brutvogelarten leben in der Schweiz im Lebensraum Obstgarten. Dies entspricht einem Fünftel der einheimischen Brutvögel.

Seit Beginn des 16. Jahrhunderts besteht das heutige Verhältnis zwischen offenem Kulturland und Waldfläche. Vorher war das Gebiet der Schweiz zum allergrössten Teil mit Wald bedeckt. Die extensive Bewirtschaftung führte zur Einwanderung vieler Tierarten, und die mit dem Wald verzahnten Kulturflächen sorgten für eine grössere Artenvielfalt als zuvor im Waldland. Seit Beginn der Industrialisierung der Landwirtschaft nimmt die Artenvielfalt ab. Möchte man sie erhalten, muss die frühere Nutzung durch Pflege ersetzt werden. Gepflegte Hochstamm –Obstgärten wie der Obstgarten Hofmatt leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in der Schweiz.

Der Gartenrotschwanz, ursprünglich ein Bewohner von lichten Wäldern hat in Hochstammobstgärten einen Ersatzlebensraum gefunden. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts war der Gartenrotschwanz ein sehr häufiger Brutvogel in der Schweiz. Heute gehört er zu den Arten, die in den letzten 15 Jahren am stärksten abgenommen haben. Schuld daran ist u.a. der Verlust der Obstgärten.

Hier kannst du die Infotafel Obstgarten Hofmatt herunterladen.

Sanierung der Weiher

Im Jahr 2018 wurden die beiden Weiher saniert. Durch die Sanierung wird die Dichte von Insekten erhöht, die als Nahrung für Amphibien, Vögel, Reptilien und Fledermäuse dienen. So sollten mit etwas Glück neue Arten wie die Grosse Königslibelle, die Barrenringelnatter, die Geburtshelferkröte und der Fadenmolch – um nur ein paar von ihnen zu nennen – zukünftig im Biotop Obstgarten zu sehen sein. Zudem besteht die Hoffnung, dass sich diverse Pflanzen, beispielsweise die Gelbe Iris, die Flatterbinse oder das Schilfrohr, neu ansiedeln.

In Form einer Veranstaltung unter freiem Himmel wurden die neu angelegten Weiher am 25. Oktober 2018 vom Gemeinderat eingeweiht. Neun Tage später pflanzten freiwillige Helferinnen und Helfer aus Münchenstein anlässlich des Naturschutztags zusätzlich neue Hochstamm-Obstbäume im Naturschutzgebiet Obstgarten.

Ermöglicht wurden die umfassenden Sanierungsarbeiten unter anderem durch drei Sponsoren, die sich mit namhaften Beträgen am Projekt beteiligten und dementsprechend auf der neu installierten Informationstafel beim Eingang zum Obstgarten festgehalten sind: die Kantonale Natur- und Landschaftsschutzkommission Basel-Landschaft, die Grosspeter AG sowie der naturmade-Fonds des Energieunternehmens Aventron AG (EBM).

Naturlernort

Der Obstgarten Hofmatt dient auch als Naturlernort für Schulklassen. Hier findest du alle Informationen dazu.

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Ortsplan https://www.nvvm.ch/lebensraum/ortsplan/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/ortsplan/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:34:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/ortsplan/ Weiterlesen

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Die Übersichtskarte zeigt die Lage der aufgeführten Lebensräume Münchensteins auf.


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Teufelsgraben https://www.nvvm.ch/lebensraum/teufelsgraben/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/teufelsgraben/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:33:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/teufelsgraben/ Weiterlesen

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Der Teufelsgraben ist ein feuchter, nordexponierter Waldstreifen mit einem dichten Ahorn-Eschenwald, Bärlauch und grossen Beständen von Schachtelhalm. Vom Wald aus fliesst der Teufelsgrabenbach umwachsen von Ufergebüsch über eine Wiese in die Birs. Erdkröte, Wasser- und Grasfrösche bevölkern die feuchten Stellen und Bergmolche und Feuersalamander leben dort. Der gesamtschweizerisch als gefährdet eingestufte Iltis wurde entlang der Gewässer zwischen Teufelsgraben und Rütihardhof mehrfach beobachtet.

Im Frühjahr 2011 wurde die Mündung des Teufelsgrabenbaches in die Birs neu gestaltet und es entstand ein naturnahes Flachufer. Heute ist die Bachmündung fischgängig, was speziell die selten gewordene Äsche fördert. Die Buhne aus Steinen oberhalb der Bachmündung bildet einen strömungsberuhigten Bereich indem sich Jungfische und Wasserinsekten in Sicherheit bringen können. An der Mündung wurde ein Baum im Wasser verankert auf dessen Holz Fische und andere Wasserlebewesen Unterschlupf finden.

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Wuhrareal https://www.nvvm.ch/lebensraum/wuhrareal/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/wuhrareal/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:32:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/wuhrareal/ Weiterlesen

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Die Kies- und Sandbänke am zum Teil unverbauten Ufer der Birs sind die Grundlage für die Auenvegetation. Auf den Kiesbänken gedeihen Pflanzen wie Honigklee, Mandel- und Lavendelweide oder Sal- und Korbweiden.

Beim Kleinkraftwerk Neue Welt wurde 1998 am historischen Birswuhr eine Fischtreppe erstellt. Über mit senkrechten Schlitzen verbundene Becken können Fische aller Grössenklassen die Fischtreppe benutzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist heute ein hoher Anteil seltener und gefährdeter Fischarten auszumachen: 2009 wurden bei einer Untersuchung die in der Schweiz vom Aussterben bedrohten Nasen beobachtet. Der gefährdete Strömer war sogar der am häufigsten festgestellte Fisch in der Fischtreppe. Diese strömungsangepasste Fischart nutzt die Fischtreppe offensichtlich nicht nur als Wanderkorridor ins Oberwasser des Kraftwerks, sondern auch als Lebensraum: Die Strömungsverhältnisse in der Fischtreppe, der grobkiesige Untergrund und der Pflanzenbewuchs an den Beckenrändern scheinen ein attraktives Umfeld für junge Strömer zu sein.

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Bruckgut-Hecke https://www.nvvm.ch/lebensraum/bruckgut-hecke/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/bruckgut-hecke/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:31:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/bruckgut-hecke/ Weiterlesen

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Am Steilhang vom Bruckgut Richtung Dorf befindet sich eine grosse Schwarzdornhecke. Es handelt sich dabei um eines der speziellsten und ungestörtesten Biotope Münchensteins.

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Schiffliparzelle https://www.nvvm.ch/lebensraum/schiffliparzelle/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/schiffliparzelle/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:31:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/schiffliparzelle/ Weiterlesen

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Auf der Schiffliparzelle gegenüber des Spengler-Gebäudes wurde im Winter 24/25 der bestehende Weiher komplett saniert. Das Feuchtbiotop mitten im Wohnquartier dient nicht nur zahlreichen Amphibien, Insekten und Wasserpflanzen als Trittstein und Rückzugsort, sondern bietet sich an um naturvorgänge zu beobachten. Mit der gebotenen Rücksicht lassen sich hier beispielsweise Erdkröten in ihren Entwicklungsphasen vom Laich über die Kaulquappe bis zum adulten Tier zeigen.

Die Zivilschutzorganisation Münchenstein hat im September 2011 den Weiher, die Holzbrücke und die Picknickplätze saniert. Leider werden im Weiher immer wieder Goldfische ausgesetzt. Die ursprünglich aus China stammenden Zuchttiere bedrohen vor allem in kleinen Feuchtbiotopen, wo sich sonst keine anderen Fische tummeln, das ökologische Gleichgewicht. Sie vermehren sich explosionsartig und stören die Fortpflanzung der Amphibien, weil sie deren Laich fressen und sich darüber hinaus auch mit Libellenlarven verköstigen. Säuberungsaktionen sind äusserst aufwendig und kostspielig. Die Weiher müssen vollständig abgepumpt und hinterher trockengelegt werden, um sicherzugehen, dass alle Goldfische verschwinden.

Ab ungefähr Anfang März wandern in den Nächten und frühen Morgenstunden jeweils Erdkröten, Molche und Grasfrösche zum Schiffliteich, um Laich abzulegen. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten in dieser Zeit Rücksicht auf die wandernden Amphibien nehmen, den Strassenabschnitt meiden oder nicht schneller als Tempo 30 fahren. Wer helfen möchte, kann in der Dämmerung die Tiere auf den umliegenden Strassen einsammeln und zum Teich bringen. Dank einer gemeinsamen Initiative des Natur- und Vogelschutzvereins Münchenstein, Mitarbeitenden des Werkhofs und AnwohnerInnen konnte 2016 an der Lärchenstrasse ein Lurchenzaun errichtet werden. Dieser verhindert, dass die Frösche und Kröten bei ihrer Suche auf die Fahrbahn geraten.

Möchtest du mithelfen? Melde dich unter lurche@nvvm.ch.

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Grube Blinden https://www.nvvm.ch/lebensraum/grube-blinden/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/grube-blinden/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:28:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/grube-blinden/ Weiterlesen

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Die Grube Blinden ist ein ehemaliger Steinbruch im Naturschutzgebiet Blinden-Gipfli. Nach 1980 wurde der Steinbruch als Ablagerungsstätte für Aushubmaterial sowie bis 2010 als Kompostanlage verwendet. Trotzdem ist nach Ende der Nutzung in der Grube Blinden auf kleinstem Gebiet eine Vielfalt an Lebensräumen natürlich entstanden. Die Felswände sind ideal für Pflanzen, die magere und trockene Standorte benötigen. Eine Felswand in dieser Dimension und an solcher Lage ist sehr wertvoll für Reptilien und Vögel, es brütet zum Beispiel seit Jahren ein Kolkrabenpaar in der Wand. In den Höhlen der Felswände haben Füchse ein Zuhause gefunden. In der Grube befinden sich Weiher, die von Amphibien als Lebensraum und Laichgewässer genutzt werden. Aufgrund ihrer Grösse, der Vielfalt an Lebensräumen und der Lage nahe am Siedlungsgebiet gilt diese Grube als wertvoller Standort.

2015 wurde Grube Blinden ökologisch aufgewertet. Unterschiedliche Lebensräume sollen die Artenvielfalt erhöhen. So wurden beispielsweise neue Weiher angelegt, welche trocken fallen dürfen. Viele wärmeliebende Tierarten finden nun optimale Bedingungen: Reptilien wie Eidechsen, Blindschleichen und Ringelnattern, aber auch Tagfalter und Vogelarten wie der Distelfink und der Hänfling. Die Weiher können von Fröschen, Kröten, Molchen und Libellen bewohnt werden. Damit eine natürliche Sukzession stattfinden kann, werden die neuen Standorte zurückhaltend gepflegt. Jedoch werden Neophyten regelmässig entfernt. Grosse Bereiche der Grube sollen einzig der Natur vorbehalten bleiben. Besucher sind gebeten, die Grube mit dem notwendigen Respekt für Tiere und Pflanzen zu betreten.

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Gipfli https://www.nvvm.ch/lebensraum/gipfli/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/gipfli/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:26:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/gipfli/ Weiterlesen

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Die Hügelgruppe Gipfli ist ein Refugium für eine vielfältige Fauna. Im Naturschutzgebiet Blinden-Gipfli sind Zauneidechsen, Gottesanbeterinnen und eine grosse Anzahl an Insekten und Vogelarten zu beobachten. Seit 1997 gilt das Gebiet als Naturschutzzone. Es beinhaltet ein Mosaik an ökologisch wertvollen Lebensräumen wie Magerwiesen und lichten Waldbeständen. Das Naturschutzgebiet wird seit Jahren von der Gemeinde unterhalten und gepflegt.

In diesem Gebiet wurde lange Zeit Hauptrogenstein in Steinbrüchen abgebaut. Der nordwestliche Steinbruch Blinden ist noch als Grube erhalten. Das Gipfli-Gebiet zeigt ein grosses Spektrum verschiedener Standortypen und wird von den unterschiedlichsten Pflanzengesellschaften besiedelt, von naturnahem Wald bis zu Schuttvegetation. Der Wald oberhalb der Steinbrüche ist ein Buchenwald und weist einen bemerkenswerten Anteil alter Buchen und Stieleichen auf.

Links:

       • eBird

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Gärten und Balkone https://www.nvvm.ch/lebensraum/gaerten-und-balkone/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/gaerten-und-balkone/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:26:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/gaerten-und-balkone/ Weiterlesen

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Privatgärten machen einen wesentlichen Teil der Grünflächen Münchensteins aus. Vorbildliche Gartenbesitzer haben in den letzten Jahren mit einer naturnahen Gartengestaltung viele kleine Oasen für die heimische Tierwelt geschaffen. In stark besiedelten Gebieten haben Gärten eine wichtige Trittsteinfunktion. Der NVVM möchte deshalb die Einwohner Münchensteins vermehrt auf den wichtigen Lebensraum vor der eigenen Haustür aufmerksam machen und bei Fragen Unterstützung bieten.

In gut strukturierten Gärten finden Igel Futter und Schlafplätze und Artgenossen zur Fortpflanzung. Von vielfältigen Gärten mit Hecken und Laubhäufen profitieren auch viele andere Tiere. Vögel nutzen einheimische Hecken zum Brüten und für die Nahrungssuche. Schattige Hecken sind im trockenen Sommer wichtige Rückzugsorte für viele nützliche Insekten und deren Larven, wie beispielsweise für die Florfliege.

Von Asthaufen profitieren Hirschkäfer, deren Larven sich über viele Jahre entwickeln und sich von morschem und verpilztem Totholz ernähren. Die Gänge der Käferlarven werden wiederum von Wildbienen als Brutstätte genutzt. Auch die Geburtshelferkröte und nützliche Räuber wie das Hermelin ziehen sich gerne in Asthaufen zurück. Von der Wärme in Komposthaufen, profitieren Reptilien. Für Blindschleichen bieten sie zudem Schutz und Nahrungsgrundlage, denn sie ernähren sich von Schnecken und kleinen Insekten.

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Forlinsrain https://www.nvvm.ch/lebensraum/forlinsrain/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/forlinsrain/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:15:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/forlinsrain/ Weiterlesen

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Im Gebiet Fohrlinsrain befinden sich rund 150 Familien- und Pflanzgärten. In den letzten Jahren hat ein erfreuliches Umdenken stattgefunden und viele Familiengärtnerinnen und Gärtner legen heute Wert auf eine naturnahe Gartenpflege. Seitens des Schweizer Familiengärtner-Verbands wird das Ziel der naturnahen bzw. biologischen Bewirtschaftung der Familiengärten verfolgt. Doch Untersuchungen in Schweizer Familiengärten zeigen, dass unter dem Begriff des naturnahen Gärtnerns vielfach nur der Verzicht auf Kunstdünger und Spritzmittel verstanden wird, während es bei der Förderung der Biodiversität, Schutz der Gewässer und des Bodens noch Verbesserungspotential gibt. Familiengärtner können mit einem naturnahen Garten dazu beitragen die Artenvielfalt zu erhöhen.

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Au https://www.nvvm.ch/lebensraum/au/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/au/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:14:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/au/ Weiterlesen

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Von den Waldarealen Münchensteins kommt dem Auwald eine besondere Bedeutung zu. Die Waldgesellschaften sind dort besonders artenreich und beherbergen einige seltene Arten. Stellenweise muss er zu den schützenswerten Pflanzengesellschaften gezählt werden. Besonders schön erhalten sind die Waldstücke im „Wissgrien“. Bemerkenswert im Auwald sind die Eichenbestände. Man vermutet, dass sie durch die frühere Nutzung in der Schweinemast entstanden sind. Dabei wurden die Schweine in die Wälder getrieben um Eicheln zu fressen. Im vorletzten Jahrhundert wurden Rottannenbestände angepflanzt, die in den trockenen Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts den Borkenkäfern zum Opfer gefallen sind. Letzte Überreste dieser Rottannen können in der Au beim Schiesstand bestaunt werden. Beim Scheibenstand in der Au wurde ein Feuchtbiotop geschaffen.

In der Au leben beispielsweise Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Buntspecht. Selten geworden ist der Mittelspecht. Immer wieder lassen sich Rotmilan, Schwarzmilan, Mäusebussard, Turmfalke, Eisvogel, Grünspecht, Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Gebirgsstelze, Zaunkönig, Wasseramsel, Fitis, Zilpzalp, Grauschnäpper, Schwanzmeise, Kleiber, Waldbaumläufer oder Gimpel beobachten.

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Asp https://www.nvvm.ch/lebensraum/asp/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/asp/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:14:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/asp/ Weiterlesen

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Münchenstein hat mit einem Bewaldungsanteil von rund 23 % im Vergleich zu anderen Gemeinden im Baselbiet eine geringe Waldfläche. Die grössten zusammenhängenden Waldflächen Münchensteins liegen im Gebiet Asp, Eselhalde, Winterhalde und Hintere Ebni im östlichen Teil der Gemeinde. Der Flurname „Asp“ weist auf die Aspe oder die Espe, eine Zitterpappel hin. An den Waldrändern zwischen Rütihard- und Asphof kommen Hirschkäfer vor. Eine Besonderheit ist der Waldmeister-Buchenwald der Asp-Ebene. Da die Eiche mehreren hundert Tier- und Pflanzenarten als Nahrungsquelle oder als Lebensraum dient, wurden auf Initiative des NVVM 2012 im Aspwald 220 Traubeneichen gepflanzt.

Der Aspwald schliesst an das Gebiet Rothallen an der Grenze zwischen Muttenz und Münchenstein an. Es wurde 1998 als Objekt von regionaler Bedeutung in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen. Rothallen ist einer der herausragenden eichenreichen Wälder in der Region Basel und beinhaltet einen botanisch interessanten "Buchen-Seggen-Wald“. Viele Erholungsuchende treffen sich hier und im Gebiet Asp. Die grosse, vielfältige Nutzung des Waldes, ist aber auch eines seiner grössten Probleme. Um das sensible Waldgebiet zu schützen wurden „Bike-Sperren“ gebaut, damit der Wald weitgehend sich selber überlassen werden kann. Die alten Bäume beherbergen seltene Käfer und Vogelarten und Fledermäuse sind keine Seltenheit mehr. Im Gebiet Asp/Rothallen gibt es neben den besonders mächtigen Buchenstämmen auch Schwarzspechte und Mittelspechte. Auch andere Vögel z.B. Mäusebussard, Buntspecht, Grünspecht, Mehl- und Rauchschwalbe, Mönchsgrasmücke, Zilpzalp, Fitis, Sommergoldhähnchen, Wintergoldhähnchen, Kleiber und Goldammer lassen sich beobachten. Von Muttenz her hört man im Frühjahr den Pirol.

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Park im Grünen https://www.nvvm.ch/lebensraum/park-im-gruenen/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/park-im-gruenen/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:13:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/park-im-gruenen/ Weiterlesen

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1980 wurde Münchenstein Standortgemeinde der zweiten Schweizerischen Ausstellung für Garten- und Landschaftsbau, der "Grün 80", in der Brüglinger Ebene. Der grösste Teil des Gebietes heisst heute „Park im Grünen“ und ist ein wertvoller Lebensraum für eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren. In der Seenlandschaft finden sich neben Zierpflanzen aus aller Welt auch einheimische Wasser und Sumpfpflanzen, wie Schilf, Rohrkolben und gelbe Schwertlilie. An den Seen sind Enten, Schwäne und Gänse, Blässhühner, Graureiher, Höckerschwäne, Teichhühner, Lachmöven, Teichrohrsänger und Zwergtaucher und Eisvögel zu sehen. Auch andere Vogelarten, wie Buntspecht, Mehl- und Rauchschwalbe, Bachstelze, Bergstelze, Wasseramsel, Singdrossel, Wacholderdrossel, Mönchsgrasmücke, Sumpfrohrsänger, Zilpzalp, Sommergoldhähnchen, Wintergoldhähnchen, Rotkehlchen, Kleiber, Waldbaumläufer, Goldammer und viele andere kann man gut beobachten.

Auf dem weiteren Gelände der Brüglinger Ebene (bzw. der ehemaligen Grün 80) befinden sich heute die Merian Gärten mit Nutzgärten, Landwirtschaft, einem Englischen Garten, botanischen Sammlungen und Magerwiesen. Hühner, Schafe und Kaninchen werden auf dem Gelände um den Brüglingerhof gehalten und es existieren Umweltbildungsangebote. Wenn ab April die Rhododendren oder im Mai die Iris blühen, dann ist es in den Merian Gärten besonders schön. Auf dem Gelände befindet sich auch der ProSpecieRara-Hauptsitz.

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Birs https://www.nvvm.ch/lebensraum/birs/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/birs/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:12:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/birs/ Weiterlesen

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Das Birstal ist reich an wertvollen Lebensräumen. Entlang der Birs befinden sich geschützte Flächen, bereits aufgewertete Flussabschnitte und wertvolle Waldränder mit Brutgebieten für Vögel. Zudem ist die Birs ein ökologisch wichtiger Vernetzungskorridor für Lebewesen der Gewässer und Gehölze.

Im 19. Jahrhundert wurde die Birs kanalisiert und begradigt. Heute ist sie auch in Münchenstein wieder natürlicher gestaltet und es ist eine wildromantische Flusslandschaft mit Kiesinseln entstanden. Dank der Renaturierung fliesst das Wasser der Birs heute mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Diese heterogenen Strömungs- und Strukturverhältnisse sind Voraussetzung für die Entwicklung einer reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt. Von der Renaturierung der Birs profitieren nebst der Pflanzenwelt der Auen auch Eisvogel, Forelle, Äsche und Prachtlibelle. Selbst Biber leben heute wieder in der Birs und der Lachs wird zurückerwartet.

Die nahe Münchenstein an der Birs gelegene Reinacherheide, ein Naturschutzgebiet mit Magerrasenbeständen, Trockengebüschen und dem Auenwald, ist ein wahres Vogelparadies mit 83 verschiedenen Vogelarten.

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Die Gemeinde Münchenstein https://www.nvvm.ch/lebensraum/die-gemeinde-muenchenstein/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/die-gemeinde-muenchenstein/#comments Fri, 13 Aug 2021 07:11:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/die-gemeinde-muenchenstein/ Weiterlesen

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Die Gemeinde Münchenstein erstreckt sich über rund vier Kilometer entlang der Birs. Die grösste West-Ost-Ausdehnung beträgt rund viereinhalb Kilometer vom Bruderholz quer durch das Birstal und über steile Abhänge aufwärts bis in die Waldgebiete der Eselhallen – Winterhallen – Hinteri Ebni. Die Gemeinde liegt am südlichen Ausläufer des Oberrheinischen Tiefgrabens, einem Gebiet, das sich zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald bis in die Region Basel erstreckt. Für diese Region typisch sind ein vergleichsweise warmes Klima und geringe Niederschläge – in Münchenstein fallen pro Jahr rund 800 mm.

Auch in Münchenstein hat die Entwicklung der Lebewesen ihre Spuren hinterlassen. Der Arlesheimer Naturforscher Franz Leuthardt entdeckte Anfang 20. Jahrhundert an der Birs bei Neue Welt insgesamt 22 versteinerte Pflanzenarten: Baumfarne und Riesen-Schachtelhalme bildeten dort vor über 200 Millionen Jahren einen Sumpfwald. Leuthardts Beschreibung dieser urzeitlichen tropischen Pflanzenwelt, der sogenannten Keuperflora, fand weit über die Schweiz hinaus Anerkennung. Die Seelilienart Pentacrinus leuthardti und der Seestern Holectypus leuthardti wurden gar nach ihm benannt. Der Baugruben-Aushub des Kultur- und Sportzentrums (KUSPO) brachte einen prächtigen Mammuth-Stosszahn zu Tage. Diese und andere Funde lagern heute in den Sammlungen von Archäologie und Museum Baselland in Liestal.

Die Spuren der Besiedlung von Münchenstein reichen bis in die Steinzeit zurück. Um 1270 wurde das Schloss in Münchenstein errichtet und der heutige Dorfname erstmals erwähnt. Bis ins frühe 19. Jahrhundert beschränkte sich die Besiedlung auf den heutigen alten Dorfkern. Erst Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert begann sich Münchenstein zur Birs hin und über die Birs hinaus auszudehnen. Die Grünflächen in Münchenstein verteilen sich heute auf etwa 30% Wald, rund 17% Äcker, Wiesen und Weiden und über 50% Hofraum, Gärten und Anlagen.

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Böschung Eichenstrasse https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-eichenstrasse/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-eichenstrasse/#comments Fri, 13 Aug 2021 00:00:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/boeschung-eichenstrasse/ Weiterlesen

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Die Böschung mit dem Halbtrockenrasen unterhalb der Eichenstrasse ist von ausserordentlichem Naturwert. Sehr viele seltene Arten wurden dort gefunden: etwa 30 gute Magerwiesen-Arten, samt der in der Region stark bedrohten Hügel-Erdbeere, dem Edel-Gamander, der seltenen Karthäuser-Nelke, die zweifarbige Beissschrecke und zwei Blutströpfchen-Arten. Ausserdem sind an der Böschung viele Feldgrillen zu finden. Im Rahmen des Projektes "Blühende Borde fürs Baselbiet" von Pro Natura Baselland, wurde das Gelände 2014 aufgewertet.

Böschungen sind gleichzeitig Lebensraum und dienen der Vernetzung der letzten naturnahen Lebensrauminseln in unserer intensiv genutzten Landschaft. In vielen Gebieten können sich seltene Tiere und Pflanzen nur noch in solchen Refugien halten. Aber um die Böschungen im Kanton ist es nicht gut bestellt. Weil sie kaum Ertrag abwerfen und mühsam zu nutzen sind, werden sie vernachlässigt. Pro Natura Baselland will mit ihrem 5-Jahresprojekt «Blühende Borde fürs Baselbiet» auf die «vergessenen» Böschungen aufmerksam machen und einen wichtigen Beitrag zu ihrer Erhaltung und Pflege leisten. Auch die Böschung an der Eichenstrasse soll künftig optimal gepflegt werden, damit der Lebensraum für die vielen farbenprächtigen Blumen erhalten bleibt: Invasive Pflanzen wie der Essigbaum und die Luzerne werden entfernt und das zentrale Gehölze wird schrittweise verkleinert und strukturreicher gestaltet. Die Böschung wird auch weiterhin beweidet.

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Altes Tramtrassee https://www.nvvm.ch/lebensraum/altes-tramtrassee-2/ https://www.nvvm.ch/lebensraum/altes-tramtrassee-2/#comments Fri, 13 Aug 2021 00:00:00 +0000 https://www.nvvm.ch/lebensraum/altes-tramtrassee-2/ Weiterlesen

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Das ehemalige Tramtrassee der BLT Linie 10 zwischen Dreispitz und Neuewelt wurde 1980 stillgelegt. Seither liegt die Parzelle brach und es konnte sich dort ungehindert eine eindrückliche Tier- und Pflanzenvielfalt entwickeln. Die grossteils naturnahe Hecke weist eine ansprechende Vielfalt an Gehölz- und Krautarten auf und wird von etlichen Vogelarten genutzt. Mauereidechsen, Blindschleichen, Eichhörnchen, Igel und Steinmarder finden ein Zuhause. Im Luftraum können Fledermäuse beobachtet werden. Auch Vögel finden hier Raum zur Nahrungssuche und Brut. Bemerkenswert sind Beobachtungen von Schleiereulen, Grünspechten, Gartenrotschwanz und Gartenbaumläufern. Es kommt dort auch die auf der Roten Liste als gefährdet geführte Rauhe Nelke (oder Büschelnelke) Dianthus armeria, eine Ruderalpflanze, vor.

Der NVVM setzt sich dafür ein, dass das Grundstück als Naturraum erhalten bleibt. Das Grundstück ist als Trittsteinbiotop Teil einer ökologischen Vernetzung zwischen Birsraum, dem Erholungsgebiet Brüglingen und den den Grünflächen des Spengler Areals und dem Bruderholz. Trittstein-Biotope stellen sicher, dass eine Ausbreitung von Pflanzen und Tieren gewährleistet ist. In Siedlungen sind solche Lebensräume meist vielfach unterbrochen oder gar nicht vorhanden. Umso wichtiger ist es Trittsteinbiotope zu erhalten.

Hier kannst du die Infotafel Altes Tramtrassee herunterladen.

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